Veranstaltungen des LAFT Berlin

Der LAFT Berlin hat verschiedene Veranstaltungsformate entwickelt, die regelmäßig und überwiegend auf ehrenamtlicher Basis organisiert und durchgeführt werden. Dazu gehören die Fördersummits des LAFT Berlin, auf denen die Positionen des Verbandes zum Berliner Fördersystem gemeinsam mit kulturpolitisch engagierten Interessenten erarbeitet werden. Darüber hinaus führt der LAFT Berlin Arbeitstage und Informationsveranstaltungen zu bestimmten (kultur-)politischen Themen oder Anlässen durch und feiert jährlich in Verbindung mit der Jahresfeier des Performing Arts Programms Berlin ein Sommerfest, auf dem u.a. die Arbeit und verschiedenen Projekte des LAFT Berlin vorgestellt werden. Ein Überblick über die bisherigen Veranstaltungen des LAFT Berlin findet sich im Archiv.

Aktuelle Termine und Aufrufe

AG Bezirke des LAFT Berlin: Feedbackrunde zum KIA-Programm am 8. Dezember, 13:30 bis 15:00 Uhr, online

Das Pilotjahr mit dem neuen KiA-Programm zur Förderung von Aufführungen und Projekten/Spielorten in den 12 Berliner Bezirken neigt sich dem Ende zu. Im September fand ein erster Austausch mit Vertreter:innen der Kulturämter der Bezirke, der Senatsverwaltung und der Szene im Theater unterm Dach statt. Am 8. Dezember möchten wir uns noch einmal  treffen, um die Erfahrungen der ersten Ausschreibungsrunden aus der Perspektive der Künstler:innen und Häuser zu sammeln. Ziel wäre eine Liste mit best practice-Beispielen und Kritikpunkten zu erstellen, um uns für eine sinnvolle Weiterentwicklung der Leitlinien einsetzen zu können.
Anmeldungen hierfür bitte an dagmar.domroes(at)laft-berlin.de

Für diejenigen, die noch keine eigenen Erfahrungen mit KiA gesammelt haben, bietet das PAP eine Infoveranstaltung am 15. Dezember von 14:00 bis 16:00 Uhr an. Anmeldungen hierfür bitte über das PAP unter beratung(at)pap-berlin.de.

Mitgliederversammlung des LAFT Berlin am 14. November 2022 im ATZE Musiktheater

Am 14. November 2022 fand im ATZE Musiktheater unsere Mitgliederversammlung statt, viele von Euch waren da, was uns sehr freut, denn wir hatten wichtige Themen zu besprechen und abzustimmen. Zunächst wurde die Beschlussvorlage zur Anpassung der Mitgliederbeiträge diskutiert und abgestimmt. In allen Gesprächsbeiträgen wurde deutlich, wie sehr Ihr die Arbeit und das kulturpolitische Engagement des LAFT Berlin schätzt. Wir bedanken uns für die vielen positiven Rückmeldungen und das große Verständnis für die Anpassung der Mitgliedsbeiträge. In der Abstimmung wurde die vom Vorstand erarbeitete Beschlussvorlage (mit leichten Änderungen) angenommen.
 
Die zweite Beschlussvorlage, über die abgestimmt wurde, betraf die neuen Honoraruntergrenzen-Empfehlungen. Der Bundesverband Freie Darstellende Künste hat in seiner Delegiertenversammlung am 12. Oktober auf Basis der schrittweisen Tariferhöhung des Normalvertrags (NV) Bühne eine neue Honoraruntergrenze für freischaffende Akteur:innen in den darstellenden Künsten beschlossen. Nach dieser neuen Empfehlung sollen in der Künstlersozialkasse Versicherte mindestens 3.100 Euro im Monat, Nicht-KSK-Versicherte mindestens 3.600 Euro im Monat erhalten. Der Vorstand des LAFT Berlin empfiehlt in seiner Beschlussvorlage, diese neue Honoraruntergrenze des BFDK für Anträge ab Januar 2023 auch in Berlin anzuwenden. Auch diese Vorlage wurde lebhaft diskutiert, es gab verschiedene Perspektiven auf das Thema. Alle Mitglieder unterstützen die Notwendigkeit, sich weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Es braucht gute Einkommen, damit freischaffende Künstler:innen sich z. B. auch im Krankheitsfall oder im Alter absichern können. Zugleich wurden aber auch die Sorgen der kleineren, mittleren Spielstätten und Produktionsorte in der Freien Szene deutlich, deren Realität es ist, dass sie schon die bisherigen Honoraruntergrenzen mit ihren Etats nicht immer stemmen können. Dazu kommt die Sorge um die Zeit und Situation nach dem Ende der NEUSTART KULTUR-Programme. Die Beschlussvorlage zur Erhöhung der Honoraruntergrenzen-Empfehlung des LAFT Berlin wurde mit deutlicher Mehrheit der Mitglieder angenommen. Mit dieser Abstimmung geht der gemeinsame Auftrag einher, sich mit aller Kraft dafür einzusetzen, dass die zur Verfügung stehenden Fördermittel auf Landesebene und überall sonst spätestens zum Jahr 2024 so erhöht werden, dass die Erhöhung der Honoraruntergrenzen umsetzbar ist und mindestens die bisherige Projektanzahl erhalten bleiben kann.
 
Last but not least hat die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Er besteht aus Mey Seifan, Daniel Schrader, Marianne Ramsay-Sonneck, Tim Winter, Florian Bücking, Caroline Gutheil-Walzer und Rahel Häseler. Wir gratulieren allen herzlich zur Wahl.

Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung am 14. November 2022 ist hier zu finden und das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung am 6. Oktober 2021 hier.

Umfrage zu 10 Jahre Performing Arts Programm Berlin

Aktuell führen wir mit Unterstützung von Prof. Dr. Lech Suwala und Dr. Janet Merkel vom Lehrstuhl Regionalökonomie der TU Berlin eine Auswertung von 10 Jahren Performing Arts Programm des LAFT Berlin durch. Dafür wurde u. a. eine Umfrage erstellt, um die Wirkung des PAP Berlin auf die wirtschaftliche Entwicklung der Szene einschätzen zu können. Jede Antwort aus der Szene zählt: gegenüber Förderung und Politik – und auch für uns. Danke! Die Umfrage kann online auf Deutsch und Englisch eingesehen und ausgefüllt werden. Die Teilnahme dauert ca. 15 Minuten. Selbstverständlich werden alle Daten in dieser Umfrage anonym erhoben und streng vertraulich behandelt.
https://papevaluation.limesurvey.net/454379?lang=de
https://papevaluation.limesurvey.net/386336?lang=en

Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz

Mehr als 50 Berliner Kulturverbände, darunter der LAFT Berlin, setzen sich für ein Berliner Kulturfördergesetz ein. Ziel ist die Verankerung von Kultur als Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts. Im April fand eine erste digitale Diskussion mit Kulturpolitischen Sprecher:innen der Regierungskoalition und der Berliner Kulturszene statt, am 26. August 2022 folgte eine Präsenz-Versammlung in der ver.di-Bundesverwaltung, u. a. mit einem Bericht der AG Kampagne und einem Überblick über andere Kulturfördergesetz-Initiativen in Deutschland, außerdem wurden konkrete Ziele der Berliner Initiative für dieses Jahr diskutiert. Auf der zweiten Kulturpolitischen Konferenz von ver.di Berlin, die am 10. September 2022 stattfand, wurde eine gemeinsame Abschlusserklärung aller Teilnehmenden für ein Berliner Kulturfördergesetz formuliert.
Im Rahmen der Initiative für ein Berliner Kulturfördergesetz ist außerdem eine Arbeitsgruppe, entstanden, die sich im Auftrag des Plenums mit der Frage befasst, ob und wie eine ständige Kulturkonferenz oder ein Kulturrat sinnvoll ist. Die Zwischenergebnisse der aktuellen Debatte sind hier zusammengefasst.

Weitere Information, Beteiligungsmöglichkeiten, Dokumente und Veranstaltungshinweise unter: https://www.kulturfoerderngesetz.de